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Teichpflege im Herbst

Wie Du Deinen Teich auf den Winter vorbereitest

Wenn das erstes Herbstlaub fällt und es immer kühler wird, ist es an der Zeit, den Gartenteich auf den Winter vorzubereiten. Denn etwa ab September stellen sich Deine Fische und Teichpflanzen auf die kalte Jahreszeit ein. Damit sie auch weiterhin bei Dir optimale Lebensbedingungen vorfinden, solltest Du Deinen Teich nun gründlich säubern.

Laub und Pflanzenreste entfernen

Damit in den Teich gefallenes Laub, abgestorbene Wasserpflanzen und anderes biologisches Material nicht auf den Teich-Boden sinken und dort eine Schlammschicht bilden, empfiehlt es sich, den Teich täglich mit einem Kescher zu säubern.

Im Wasser verbleibende organische Materialien verursachen unangenehm riechende Faulgase und stören das empfindliche biologische Gleichgewicht, da sie den Fischen Sauerstoff entziehen. Für die Fische sind die Gase besonders gefährlich: Sie können daran sogar ersticken.

Außerdem geben die pflanzlichen Überreste bei ihrer Verwesung Nährstoffe ab, die im Frühjahr eine übermäßig starke Algen-Blüte verursachen.

Möchtest Du Dir das tägliche Laub-Abfischen ersparen, spannst Du einfach ein Laubnetz über Deinen Teich und nimmst es von Zeit zu Zeit ab, um das Laub zu entfernen. Hast Du kein Laubnetz, kannst Du natürlich auch einen Schlammsauger verwenden und mit ihm den Teich-Boden absaugen. Das ist beispielsweise dann erforderlich, wenn die Schlammschicht 2 bis 3 Zentimeter hoch ist.

Als Besitzer eines Koiteichs, ist ein biologisch-mineralischer Teichschlamm-Entferner die bessere Alternative. Das mit aktivem Sauerstoff und Klarwasserbakterien arbeitende Mittel neutralisiert Faulgase und beugt außerdem übermäßiger Algenblüte vor. Das Mittel enthält keinerlei Chemikalien und eignet sich somit auch für Fischteiche.

Wasserpflanzen beschneiden

Im Laufe des Herbstes nimmst Du die nicht winterharten Teich-Pflanzen und bringst sie an einen frostgeschützten Ort. Dazu sind beispielsweise Wintergärten und Gewächshäuser gut geeignet. Sehr wachstumsfreudige Wasserpflanzen schneidest Du am besten zurück, damit sie nicht zu viel Platz im Wasser einnehmen. Deine über den Sommer zu groß gewordenen Seerosen holst Du aus dem Wasser. Dann teilst Du ihre Rhizome.

Schilf, Gräser und Wasserpflanzen mit röhrenähnlichem Stiel schneidest Du auf 5 cm über der Wasser-Oberfläche zurück. So gelangt noch genügend Luft in die unteren Wasserschichten des Teiches, auch wenn die Oberfläche bereits gefroren ist.

Dein Gartenteich kann außerdem nicht vollständig zufrieren und Du ersparst es Dir, später ein Loch in die Eisdecke zu hacken (was die Winterruhe Deiner Tiere stören würde).

Damit Deine Fische noch mehr Sauerstoff zur Verfügung haben, kannst Du natürlich auch ein Bündel Bambusrohre in den Teich setzen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Belüfter im Wasser anzubringen. Durch ihn sind die das Teichwasser reinigenden Mikroorganismen noch wirksamer.

Algen beseitigen

Sich rasant vermehrende Algen stören das biologische Gleichgewicht im Wasser des Teiches erheblich. Schwebealgen färben das Wasser grün. Die winzigen Fadenalgen setzen sich auf Steinen und auf der Teich-Folie ab, sodass man sie nur unter großen Schwierigkeiten entfernen kann.

Die Mikroorganismen vermehren sich bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Nährstoffdichte im Wasser besonders stark. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich dort viel Laub und abgestorbene Pflanzenteile befinden oder Du Deine Koi übermäßig fütterst (Fischkot!).

Fadenalgen sorgen dafür, dass Dein Fischteich eine hohe Konzentration an Phosphat und Stickstoff hat - was auch Deinen Tieren nicht gut bekommt. Um die Algen am Wachstum zu hindern und sie zu beseitigen, empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz von Fadenalgen-Vernichter.

Er ist biologisch abbaubar und enthält keine für Tiere und Pflanzen schädlichen Chemikalien. Du wendest ihn einfach so lange an, bis die Wassertemperatur unter 8 °C sinkt.

Teichtechnik

Hast Du keine Fische in Deinem Gartenteich, nimmst Du bei Herbstbeginn Wasserpumpe und Filter aus dem Teich und säuberst sie sorgfältig innen und außen von Ablagerungen und Schmutz-Resten. Der beste Zeitpunkt dafür ist, wenn die Wassertemperatur auf etwa 10 Grad absinkt. Bei dieser Temperatur hören die Algen nämlich auf zu wachsen.

Dann überprüfst Du die Geräte auf eventuell entstandene Schäden und schaust nach, ob das Pumpengehäuse noch dicht ist. Außerdem solltest Du Deine Leitungen auf Risse untersuchen. Schläuche müssen vor dem ersten Frost unbedingt frei von Wasser sein, damit sie keine Schäden bekommen.

Die Teichpumpe legst Du am besten in einen großen mit Wasser gefüllten Eimer und bewahrst sie an einem vor Frost geschützten Ort (Keller) auf. So kann sie über Winter nicht austrocknen. Außerdem verhinderst Du so das Brüchig-Werden der Kunststoff Dichtungen. Falls sich noch etwas Schmutz an Deiner Pumpe befinden sollte, kann er sich dann auch nicht dauerhaft ablagern.

Besitzer von Fischteichen lassen ihre Teichpumpe und den Wasserfilter am besten so lange wie möglich in Betrieb und messen täglich die Wassertemperatur. Sinkt sie unter 12 °C, empfiehlt es sich, das Ansaugrohr des Filters nahe der Wasseroberfläche anzubringen, damit die weiter unten befindlichen Tiere nicht gestört werden.

Außerdem ist es dann für sie dort noch etwas wärmer. Ziehen sie sich auf den Teich Boden zurück, entfernst man den Wasserfilter. Frostfeste Teich-Pumpen werden einfach ausgeschaltet und können über Winter im Gartenteich bleiben.

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